Wissen schafft Heilung.

Orthopädie Klinikum rechts der Isar Technische Universität München

 

Klinik und Poliklinik für
Orthopädie und Sportorthopädie

 

Direktor

Univ.-Prof. Dr. med.
Rüdiger von Eisenhart-Rothe

 

Kliniksekretariat:

Tel: 089 / 41 40 - 22 71
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Privatambulanz
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Poliklinik / Ambulanz
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Bösartige Weichteiltumoren

Bösartige Weichteiltumoren


Kinder

Das häufigste Weichteilsarkom beim Kind ist das Rhabdomyosarkom. Dieses ist ein Tumor, der von den Muskeln ausgeht und der überall im Körper, am häufigsten jedoch in der Kopf/Nackenregion vorkommen kann. Nur 15 % dieser Tumoren treten an den Extremitäten auf (Arme, Ellbogen,  Unterschenkel,  Knie, Oberschenkel, Füße oder Schulter). Es macht ungefähr 5 % aller bösartigen Tumoren in der Kindheit aus und mehr als die Hälfte der Weichteilsarkome beim Kind.
Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen

Rhabdomyosarkome werden typischerweise in vier Gruppen klassifiziert:

  • embryonal - der häufigste Typ und gewöhnlich in der Kopf/ Nacken Region und im Urogenitalsystem lokalisiert
  • botryoid - eine Variation des embryonalen Typs besonders häufig als polypöse oder traubenförmige Läsion im Urogenitaltrakt vorkommend
  • alveolär - diese aggressivere Form des Tumors kommt am häufigsten an den Extremitäten oder am Rumpf vor
  • pleomorph - diese seltene Form kommt typischerweise an den Extremitäten oder  am Rumpf vor


Das Standardvorgehen beim Rhabdomyosarkom beinhaltet Chemotherapie und Strahlentherapie. Ein eventuell vorhandener Resttumor wird chirurgisch entfernt.


Erwachsene

Zu den häufigsten Weichteilsarkomen beim Erwachsenen zählen in absteigender Reihenfolge:

  • Malignes Fibröses Histiocytom (MFH) -  heute pleomorphes Sarkom G3 NOS
  • Liposarkom
  • Synovialsarkom
  • Fibrosarkom
  • Angiosarkom
  • Epitheloides Sarkom
  • Klarzellsarkom


Diese Sarkome können überall im Körper entstehen, am häufigsten an den Extremitäten. Die meisten dieser Tumoren werden operativ behandelt und bestrahlt, wobei die Strahlentherapie entweder vorgeschaltet oder postoperativ durchgeführt wird.

Vorteil der präoperativen Strahlentherapie sind die geringere erforderliche Dosis und das kleinere Strahlenfeld. Das Ziel ist, so wenig wie möglich gesundes Gewebe der Strahlentherapie auszusetzen. Der Nachteil dabei ist die höhere Rate an Wundheilungsproblemen, welche unter Umständen weitere Operationen erforderlich machen. Weichteilsarkome metastasieren über den Blutstrom, üblicherweise in der vom Tumor betroffenen Extremität. Wenn der Verdacht hierfür besteht kann die Biopsie des Sentinel-Lymphknotens durchgeführt werden. Nur wenn dieser betroffen ist, werden die restlichen Lymphknoten ebenfalls entfernt.

Chemotherapie beim Weichteilsarkom des Erwachsenen wird schon seit Jahren kontrovers diskutiert. Patienten mit hochmalignen Sarkomen haben ein 50%iges Risiko Lungenmetastasen zu entwickeln.

Die Standard-Chemotherapeutika sind die einzigen Medikamente, welche Tumorzellen im Blutstrom abtöten können. Ihre Effektivität ist jedoch  bei den Weichteilsarkomen bisher in den meisten Fällen nicht bewiesen.

Auf der Suche nach neuen Medikamenten wird molekulargenetisch nach Ansätzen gesucht,Tumorzellen bestimmter Tumorarten gezielt anzugehen.

 


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