Wissen schafft Heilung.

Orthopädie Klinikum rechts der Isar Technische Universität München

 

Klinik und Poliklinik für
Orthopädie und Sportorthopädie

 

Direktor

Univ.-Prof. Dr. med.
Rüdiger von Eisenhart-Rothe

 

Kliniksekretariat:

Tel: 089 / 41 40 - 22 71
Fax: 089 / 41 40 - 48 49
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Terminvereinbarungen:

Privatambulanz
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Poliklinik / Ambulanz
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Individualknie

Individualknie Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Sportorthopädie
 

Maßgeschneiderte Kniegelenksprothese – Hightech für ein optimales Kniegefühl

Individuelle Unterschiede

Kein Mensch gleicht dem anderen – das gilt auch für seine Kniegelenke. Wurde diagnositiziert, dass eine Kniegelenksprothese notwendig ist, werden individuelle Unterschiede wie etwa Alter, Konstitution, mögliche Begleiterkrankungen sowie die Lebenssituation des Patienten abgewogen. Auch Art und Schwere der Kniegelenkserkrankung spielen eine wichtige Rolle. Besonders bei jüngeren Patienten kommt seit einigen Jahren eine neue Art der Implantate zum Einsatz: individuell und auf jeden Patienten maßgeschneiderte Prothesen. Diese Kniegelenksprothesen sind passgenau einzig und allein für den jeweiligen Patienten gefertigt und an seine unverwechselbare Geometrie angepasst.

 

Besonders junge Patienten profitieren

Diese individuell geformten Knie-Oberflächenersatzimplantate werden mit Hilfe modernster Digitaltechnik hergestellt und sind ein genaues Abbild des zu ersetzenden Kniegelenks, das zuvor mit bildgebenden Verfahren wie der Computertomographie (CT) am Patienten vermessen wurde. Jeder Patient erhält so seine individuelle Kniegelenksprothese, die ein absolutes Unikat ist.

Diese Kniegelenksprothesen sind sowohl als Teilprothesen als auch als Total-Knieendoprothesen verfügbar und eignen sich besonders für Patienten, die an Arthrose im Frühstadium erkrankt sind. Auch für jüngere Betroffene, die trotz künstlichem Kniegelenk weiter sportlich aktiv sein wollen, sind die Individual-Prothesen meist besser geeignet als vorgefertigte Standard-Modelle.

Individuell angepasste Implantate zeichnen sich gleich in mehreren Punkten aus:

  • Knochen bleiben weitgehend erhalten
    Ein wesentlicher Vorteil der individuell angepassten Prothesen ist, dass das künstliche Gelenk und der Knochen des Patienten bereits vor Beginn der Operation nahezu perfekt zueinander passen. Deshalb muss der Arzt beim Implantieren weit weniger Knochenmaterial abtragen, als bei traditionellen Implantaten. Das ermöglicht es in der Folgezeit, weitere Implantate einzusetzen, da der eigene Knochen dafür noch genügend Ansatzfläche bietet. Dies ist insbesondere für jüngere Patienten von Bedeutung, denn bei einer heute bereits sehr langen Haltbarkeit von über 20 Jahren ist danach mit einer Wechseloperation zu rechnen.
  • Das Knie verheilt schneller
    Die Knochen werden bei einem individuellen Implantat weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Da ein aufwändiger Anpassungsprozess von natürlichem Knie und künstlichem Gelenk nicht notwendig ist, verringert sich außerdem die Operationszeit. Mediziner sprechen von einem geringeren Trauma für das Knie. Das bedeutet in der Regel für den Patienten, dass er nach der Operation weniger Schmerzen hat und sich schneller erholt – anders als nach dem Einsetzen herkömmlicher Prothesen. Unter normalen Umständen kann der Patient sein neues, individuell hergestelltes Knie bereits unmittelbar nach der Operation wieder nahezu voll belasten.
  • Der natürliche Sitz sorgt für ein optimales Kniegefühl
    Bei konventionellen Prothesen beklagen sich Patienten nach der Operation häufig über ein Fremdkörpergefühl im Knie. Anders bei individuell angepassten Implantaten: Da nicht nur die äußere Form der Prothese sondern auch deren Sitz und Ausrichtung vom Computer für den Patienten individuell berechnet wurden, sitzt das neue Gelenk meist vollkommen natürlich. Und so fühlt es sich auch an. Das schätzen junge und sehr aktive Patienten, die trotz künstlichem Kniegelenk weiter (moderaten) Sport treiben wollen. Diese und andere Aktivitäten können in der Regel mit einer Individual-Prothese schneller wieder aufgenommen werden als mit einem Standard-Modell.
  • Optimale Bewegungsfreiheit wieder hergestellt
    Ein weiterer Vorteil der Individual-Prothesen ist: Der Arzt kann die Gelenkgeometrie in der Regel wieder so herstellen, wie sie vor der Operation war. Das bedeutet, dass die Patienten ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit zurück erlangen. Konkret heißt das: Endlich wieder mehr Lebensqualität!

 

Der Computer rechnet auf den Millimeter genau

Bei der Fertigung wird Präzision wörtlich genommen: Jede Prothese wird millimetergenau für den jeweiligen Patienten hergestellt. Nur so verschmelzen das Implantat und die natürliche Anatomie des Patienten später zu einer möglichst idealen Einheit im neuen Kniegelenk. Die Herstellung des individuellen Ersatz-Gelenks ist deshalb ein hochkomplexer Prozess.

1. Schritt: Vermessen des Knies und Erstellen eines Knie-Modells in 3D
Zunächst werden alle notwendigen Maße des erkrankten Knies ermittelt. Dafür wird es millimetergenau mittels einer Computertomographie (CT) vermessen. Auf Basis der CT-Daten wird ein virtuelles 3-D-Modell vom Knie des Patienten erstellt.

2. Schritt: Computergesteuerte Fertigung des individuellen Implantats
Nun wird die eigentliche Prothese gefertigt: Zunächst wird mithilfe einer speziell für die Prothesenfertigung entwickelten Software eine dreidimensionale Abbildung der Gelenkoberfläche erstellt. Die von Arthrose betroffenen Bereiche werden dabei präzise berücksichtigt. Das virtuelle 3D-Modell des Kniegelenks, das dabei entsteht, ist (ähnlich wie ein Fingerabdruck) einmalig auf der Welt. Es ist die Grundlage für die Fertigung einer Schablone, mit deren Hilfe das Implantat gegossen wird. Die Schablone, die sogenannte Negativ-Form, ist genauso individuell wie das Kniegelenk und die spätere Prothese.

3. Schritt: Präzises Implantieren mit individuellem Werkzeug
Die perfekt angepasste Form des Kniegelenks allein reicht aber noch nicht aus. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, benötigt der Chirurg ein OP-Werkzeug, das ebenso gut auf die Anatomie des Patienten abgestimmt ist wie die Prothese selbst. Deshalb entsteht mit jeder individuellen Prothese gleichzeitig ein ebenso individuelles Instrumentarium, hergestellt im modernen 3D-Druckverfahren. Dieses Instrumentarium dient der präzisen Durchführung der Knochenschnitte und der Positionierung des Ersatz-Gelenks. Eine korrekte Positionierung und Ausrichtung trägt zu möglichst geringem Knochenverschleiß und einer langen Lebensdauer der Prothese bei.

 


Ihr Kontakt

Für sämtliche Fragen, Informationen und zur Terminvereinbarung stehen wir Ihnen per Telefon oder E-Mail gerne zur Verfügung.

 


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Prof. Dr. med. Rüdiger
von Eisenhart-Rothe

 

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Mo & Mi 10 - 13 Uhr
Terminvereinbarungen:
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Implantatunverträglichkeit
/ Metallintoxikation

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